„Sprungbude“: Vorstoß in eine neue Dimension

Martin Hesse und seine Mitgesellschafter setzen bei ihren Gründungen auf einen aktuellen Freizeittrend – auf „Sprungbuden“: In Bad Cannstatt und Heidelberg haben sie bereits zwei Trampolinhallen eröffnet. Schneller als gedacht bekamen sie 2018 die Gelegenheit, mit einer dritten Sprungbude in Filderstadt in eine neue Dimension vorzustoßen, was Größe und Ausstattung betrifft. Das gelang mit frischen Ideen zum Thema Trampolin, einem guten Gespür für die Bedürfnisse der Kunden – und der „Gründungsfinanzierung“ der L-Bank.

Martin Hesse und seine Mitgesellschafter setzen bei ihren Gründungen auf einen aktuellen Freizeittrend – auf „Sprungbuden“: In Bad Cannstatt und Heidelberg haben sie bereits zwei Trampolinhallen eröffnet. Schneller als gedacht bekamen sie 2018 die Gelegenheit, mit einer dritten Sprungbude in Filderstadt in eine neue Dimension vorzustoßen, was Größe und Ausstattung betrifft. Das gelang mit frischen Ideen zum Thema Trampolin, einem guten Gespür für die Bedürfnisse der Kunden – und der „Gründungsfinanzierung“ der L-Bank.

Manche der Besucher der Sprungbude in Filderstadt reiben sich verwundert die Augen: In dieser Halle haben sich doch Tennisgrößen wie Martina Navratilova und Steffi Graf hochklassige Matches geliefert! Nach fast 30 Jahren Tennis ist der Tennis Grand Prix umgezogen, die Halle stand leer – bis Martin Hesse und seine Mitgesellschafter Martin Schmidt und Franziska Gebhardt die Chance ergriffen und ihre dritte Trampolinhalle eröffnet haben.

„Durch unsere Sprungbuden in Bad Cannstatt und Heidelberg wussten wir, dass unser Konzept funktioniert. Doch diese Halle hier in Filderstadt hat natürlich eine ganz andere Dimension“, räumt der 48-jährige gelernte Koch ein. Die Zahlen sprechen für sich: Die erste Sprungbude in Cannstatt haben die Gründer vor drei Jahren aufgemacht und befürchteten damals, dass sie mit 1.700 Quadratmetern zu groß sein könnte. „Heute platzt sie aus allen Nähten und wir müssen Interessenten nicht selten absagen“, räumt Hesse ein. Auch die Sprungbude in Heidelberg ist mit 2.500 Quadratmetern sehr gut ausgelastet. Doch wie sieht es bei mehr als 8.000 Quadratmetern aus, wie in der Halle in Filderstadt? „Das, soviel war uns klar, ist dann die weltweit größte Trampolinhalle überhaupt“, erinnert sich Hesse daran, wie er zusammen mit Martin Schmidt und Franziska Gebhardt das Für und Wider abwog.

Was bei der Entscheidung schließlich den Ausschlag gab und eindeutig für eine Trampolinhalle in Filderstadt sprach, war die anhaltende Begeisterung der Besucher: Erst 2015 hat in Hamburg die erste Trampolinhalle Deutschlands aufgemacht. Heute, vier Jahre später, gibt es schon 40 in der ganzen Republik. Und Hesse sah in der neuen Riesenhalle auch die Möglichkeit, seinen Weg konsequent weiterzugehen: „Nach der Ausbildung zum Koch hatte ich mich zusammen mit einem Partner mit einem Catering-Service selbstständig gemacht“, erinnert er sich. „Doch mit der Zeit merkte ich, dass ich gerne kreativ und mit Menschen arbeiten möchte.“ So gründete er mit Gleichgesinnten einen Indoor-Spielplatz, blieb aber offen für neue Ideen. Immer wieder prüften er und seine Partner andere Optionen und verwarfen sie wieder, bis sie auf das Thema Trampolin stießen. Sie waren begeistert. Und bald darauf eröffneten sie die erste Sprungbude in Cannstatt, die zweite in Heidelberg folgte. Ende 2018 war nun Eröffnung der dritten Halle in Filderstadt – und alles läuft wie erhofft: „Wir hatten einen sehr guten Start“, freut sich Hesse.

Um das Investitionsvolumen von etwa sechs Millionen Euro stemmen zu können, beantragten die Unternehmer über die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen einen Förderkredit bei der L-Bank aus dem Programm „Gründungsfinanzierung“. Die Förderbank des Landes unterstützt damit Gründer oder Unternehmen bis maximal fünf Jahre nach der Gründung, die in Baden-Württemberg investieren möchten, mit einem Förderdarlehen. Auch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder eine tätige Beteiligung an einem Unternehmen können über dieses Programm finanziert werden. „Für uns war das eine tolle Unterstützung“, so Hesse. „Denn wir wollten die Halle nicht einem Wettbewerber überlassen, sondern uns hier in der Region als regionaler Trampolin-Champion behaupten.“

Wer beim Stichwort Trampolin noch das klassische Sportgerät von früher in Erinnerung hat, wird sich über die Vielfalt an Möglichkeiten in der Sprungbude Filderstadt wundern. Von Schrägen und Plattformen springt man in Luftpolster oder versucht, Basketbälle im Sprung in Körben zu versenken. Mutige trauen sich an den „Circle Jump“: Besucher aller Altersgruppen versuchen, durch Ducken und Wegspringen einem rotierenden Gummibalken auszuweichen. Auch Bungee-Trampolin ist möglich, und wer dann noch etwas Kondition übrig hat, versucht es mit dem Ninja-Parcour: Auf zwei Ebenen gilt es, mit Klettern, Kraxeln, Schwingen und Springen seine Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen.

Dass Kinder wie Erwachsene danach erschöpft und glücklich nach Hause gehen, macht auch Martin Hesse glücklich. „Wir verkaufen an unsere Kunden Freude. Und diese Freude überträgt sich wieder auf uns.“ Nicht zuletzt deshalb lautet das Motto aller Sprungbuden: „Spring dich glücklich!“