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Gelungene Premiere

Mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim digitalen Wirtschaftsforum der L‑Bank

Weymayr: „Der Blick richtet sich wieder nach vorn: auf Transformation und Digitalisierung.“ | Der Mittelstand investiert in der Krise in innovative Vorhaben und Geschäftsmodelle und hat den grundlegenden Wandel nicht aus den Augen verloren.

Stuttgart, 04.10.2020. „Durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten ist es uns gelungen, aus der Not eine Tugend zu machen und mit unserem virtuellen Wirtschaftsforum ein interaktives und kompaktes Format aufzusetzen, das alle Beteiligten zusammenbringt und einen zielgerichteten Informationsfluss schafft“, fasste die Vorsitzende des Vorstands der L‑Bank, Edith Weymayr, am 1. Oktober beim Begrüßungs-Talk des digitalen L Bank-Wirtschaftsforums die besondere Situation der diesjährigen Veranstaltung zusammen.

Statt bei einem persönlichen Treffen mit Vorträgen, Diskussionen und Messeständen zum Netzwerken informierten sich mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft und Beratung per Livestream auf dem knapp zweistündigen Event über passende Förder- und Hilfsangebote. Mit diesem Format haben es die L‑Bank, die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken vielen Betrieben im Land gleich getan und die Aufgabe der digitalen Weiterentwicklung unmittelbar in die Praxis umgesetzt.

In ihrem Eröffnungsgespräch mit dem Wirtschaftsjournalisten Jürgen Paul von der Heilbronner Stimme erinnerte Weymayr daran, dass die Corona-Pandemie auch den Mittelstand im Südwesten vor große Herausforderungen gestellt hat. „Wir waren von der ersten Stunde an gefordert, die Hilfspakete von Bund und Land in die Unternehmen zu bringen“, so Weymayr. Entstanden ist so eine in der Geschichte Baden-Württembergs einmalige Palette an Hilfsmaßnahmen, in dessen Rahmen seit März 2020 bereits zehn neue Förderprogramme an den Start gebracht wurden und viele weitere sich in Umsetzung befinden. Zugleich werden aber auch die bewährten und zukunftsorientierten Programme weiterhin stark nachgefragt. Weymayr: „Die Mehrheit unserer regulären Förderprogramme hat investiven Charakter. Deshalb waren wir in der Krise darauf vorbereitet, dass die Nachfrage danach sinkt. Zu unserer Überraschung ist das nicht der Fall – das ist ein ermutigendes Ergebnis: Viele baden-württembergische Unternehmen nutzen die günstigen Finanzierungsgelegenheiten zum Investieren in innovative Vorhaben und Geschäftsmodelle.“

„Jetzt, da sich die Konjunktur langsam wieder erholt“, ergänzte Weymayr, „richtet sich der Blick wieder auf die Themen, die uns schon vor der Corona-Krise beschäftigt, die sich aber nun sehr stark beschleunigt haben: Transformation und Digitalisierung.“ Deshalb freue es sie besonders, betonte die L‑Bank-Chefin, dass Mitte Oktober die aktualisierte Digitalisierungsprämie Plus starten wird, die ein Zeichen in Richtung Zukunft und den notwendigen Strukturwandel setzen soll. Das neu ausgerichtete Programm werde den im Zuge der Corona-Pandemie entstandenen Digitalisierungsschub fortsetzen und verstärken.

Interaktive Workshops für Unternehmer*innen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen fünf virtuelle Workshops zu den Themen der derzeitigen Krise und ihrer Folgen. Während der interaktiven Werkstattgespräche beantworteten die Fachleute der beiden Kammern, der Bürgschaftsbank, der L Bank und der Agentur für Arbeit eine Vielzahl per Chat gestellter Fragen.

Das große Interesse an den Workshops und auch die rege Beteiligung machten deutlich: Die Bewältigung der Pandemie-Folgen, aber auch der sich beschleunigende Strukturwandel sind die Mega-Themen, die den Unternehmerinnen und Unternehmern unter den Nägeln brennen. So ging es neben Förderangeboten zum Erhalt der Liquidität und der Stärkung des Eigenkapitals vor allem auch um die Finanzierung von Innovationen und die Unterstützung mit Bürgschaften, mit denen Unternehmen bei der Gestaltung des Strukturwandels die nötige Beinfreiheit behalten.

Darüber hinaus zeigten die Workshops auf, wie die Kammern ihren Betrieben mit den passenden Service- und Unterstützungsleistungen zur Seite stehen. Nicht zuletzt informierte die Agentur für Arbeit in einem Workshop mit großer Teilnehmerzahl über Hilfen beim Kurzarbeitergeld, bei betrieblichen Umstrukturierungen und bei der Weiterbildung, um den Weg aus der Krise in die Transformation zu meistern.

Die Kammerpräsidenten im Gespräch

In der Talkrunde der Kammerpräsidenten verdeutlichten Ulrich Bopp von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und Harald Unkelbach von der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken gleichermaßen die schwierige Situation der heimischen Betriebe. Gemeinsam mit der Landesregierung und der L-Bank hätten die Kammern jedoch die Herausforderung gestemmt und den Unternehmen in kurzer Zeit mit der Soforthilfe sowie innerhalb der Kammerorganisation mit vielfältigen Beratungs- und Serviceleistungen die notwendige Unterstützung zur Verfügung gestellt.

Dabei habe es, betonten beide Präsidenten unisono, die Betriebe in der Region während der Pandemie hart getroffen. Unkelbach: „Die Krise kam für die Unternehmen sehr überraschend. Aber wir hatten und haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Land und der L-Bank. Jetzt gilt es, den Blick nach vorn zu richten: Mit den Förderprogrammen müssen neue Ideen in die Firmen kommen und erfolgversprechende Konzepte für die Transformation entwickelt und umgesetzt werden.“

So sieht es auch Ulrich Bopp für das heimische Handwerk: „Die erste Phase der Pandemie haben wir gut überstanden. Wenn es so weiter geht, sind wir sehr zufrieden. Das Handwerk hat wieder einmal bewiesen, dass es die Wirtschaftsmacht von nebenan ist“, so Bopp. „Ich blicke optimistisch in die Zukunft. Auch im Handwerk gibt es in der Digitalisierung viele Projekte. Um diese zu realisieren, bedarf es aber auch im ländlichen Raum der notwendigen Rahmenbedingungen.“

Kolloquium: Mittelstandsförderung über die Corona-Krise hinaus

Parallel zu den Workshops hatten sich rund 250 Fachleute aus der Finanzierungs-, Steuer- und Unternehmensberatung zu einem digitalen Kolloquium getroffen. Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank und Geschäftsführer der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg, und Johannes Heinloth, Mitglied des L‑Bank-Vorstands, informierten in einer Gesprächsrunde über Trends in der Mittelstandsförderung und Programme zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Auch hier gab es den direkten Austausch mit den virtuellen Teilnehmenden. Per Chat beantworteten sie zahlreiche Expertenfragen zur Ausgestaltung der Förderprogramme und Bürgschaftsmöglichkeiten.

Selbherr hob im Rahmen des Talks hervor, dass die gezielte Ausweitung und Beschleunigung des Bürgschaftsinstrumentariums in den letzten Monaten dazu beigetragen habe, die Unternehmen mit Geldmitteln zu versorgen: „Unser primäres Ziel war, die Liquidität sicher zu stellen.“ Aus Sicht der L‑Bank unterstrich Heinloth, dass die Nachfrage nach Liquiditätskrediten merklich gestiegen sei. „Den Liquiditätskredit haben wir krisenbedingt zusammen mit dem Land kurzfristig angepasst und mit einem Tilgungszuschuss und einer bis zu 90-prozentigen Bürgschaft versehen.“

Einen wichtigen Beitrag zur Liquiditätssicherung leiste auch das frisch gestartete Mezzanine-Beteiligungsprogramm Baden-Württemberg, bei dem Land, L‑Bank und MBG eng zusammenarbeiten. Denn gerade jetzt benötigen innovative Unternehmen mit kreativen Geschäftsideen die Unterstützung mit eigenkapitalähnlichen Mitteln, um die Durststrecke zu überwinden und zukünftige Wachstumschancen nutzen zu können. „Wir sehen die Betroffenheit der jungen wachstumsstarken Unternehmen, deren Existenz gefährdet ist. Das ist auch ein Stück weit unsere Zukunft, die auf dem Spiel steht“, betonte Selbherr die Bedeutung des neuen Programms.

Mit dem Blick auf die Zukunft gehen Heinloth und Selbherr davon aus, dass der Mittelstand in Baden-Württemberg gestärkt aus der Krise kommen wird. Die Mehrheit der Unternehmen investiert mit den eingesetzten Fördermitteln in die Zukunft. Dabei könne die durch die Corona-Pandemie ausgelöste gesellschaftliche und wirtschaftliche Sondersituation sogar als Chance verstanden werden. Selbherr: „Die Krise hat insgesamt das Potenzial einer großen Transformationsleistung auf digitaler Ebene. Vielleicht ist Corona auch ein Weckruf gewesen.“

Das gelte, so Heinloth, für alle anderen im Wirtschaftsprozess Beteiligten: „Auch wir Förderer müssen uns weiterentwickeln und an uns den Anspruch stellen, dass wir die in der Krise gemachten Erfahrungen umsetzen. Neben technischer Transformation und Klimaschutz werden verstärkt auch weitere Aspekte von Nachhaltigkeit Einzug in die Förderprogramme halten.“

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  • Presseinformation: Gelungene Premiere - Mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim digitalen Wirtschaftsforum der L-Bank

    Eingestellt am 04.10.2020
    Gültig ab 04.10.2020
Gruppenbild der Redner beim Wirtschaftsforum

Die Redner des diesjährigen Wirtschaftsforums (von links): Guy Selbherr (Vorstand der Bürgschaftsbank), Ulrich Bopp (Präsident HWK Heilbronn-Franken), Edith Weymayr (Vorsitzende des Vorstands der L-Bank); Harald Unkelbach (Präsident IHK Heilbronn-Franken), Johannes Heinloth (Mitglied des Vorstands der L‑Bank); Abdruck frei; Quelle KD Busch/L‑Bank
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Jürgen Paul, Heilbronner Stimme

Jürgen Paul, Wirtschafts- und Politikredakteur bei der Heilbronner Stimme und Moderator des Wirtschaftsforums; Jürgen Paul; Abdruck frei; Quelle KD Busch/L‑Bank
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Jürgen Paul, Ulrich Bopp, Harald Unkelbach sitzen auf der Bühne

Moderator Jürgen Paul diskutiert mit Ulich Bopp und Harald Unkelbach (von links) über die Situation in der Region Heilbronn Franken. Abdruck frei; Quelle KD Busch/L‑Bank
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Jürgen Paul, Johannes Heinloth und Guy Selbherr

Jürgen Paul, Johannes Heinloth und Guy Selbherr informierten beim Kolloquium für Expert*innen über Trends in der Mittelstandsfinanzierung. Abdruck frei; Quelle KD Busch/L‑Bank
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Jürgen Paul, Johannes Heinloth und Guy Selbherr im Gespräch

Jürgen Paul, Johannes Heinloth und Guy Selbherr informierten beim Kolloquium für Expert*innen über Trends in der Mittelstandsfinanzierung. Abdruck frei; Quelle KD Busch/L‑Bank
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Bild von Johannes Heinloth auf Computerbildschirm

Johannes Heinloth und Guy Selbherr beantworteten die Fragen der Finanzierungsfachleute im Live-Chat. Abdruck frei; Quelle KD Busch/L‑Bank
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Edit Weymayr

Edit Weymayr: „Der Blick richtet sich wieder nach vorn: auf Transformation und Digitalisierung.“ Abdruck frei; Quelle: KD Busch/L‑Bank
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