Förderung kommt an

L-Bank legt bundesweit ersten Wirkungsbericht für ein Bundesland vor

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L-Bank-Vorstandsvorsitzende Edith Weymayr: "Die Ergebnisse unseres Wirkungsmanagements werden uns helfen, noch besser und effizienter und vor allem zielorientierter zu fördern.“

Karlsruhe, 04.05.2026. Die L-Bank veröffentlicht den bundesweit ersten Wirkungsbericht einer Landesförderbank und baut damit Transparenz und Kundenorientierung weiter aus. Der Bericht befasst sich mit ausgewählten Förderprogrammen aus den Förderfeldern Wohnen und Daseinsvorsorge, Wirtschaft und Innovation sowie Klima und Umwelt. Der Bericht ist das Ergebnis des systematisch und ganzheitlich aufgebauten Förderwirkungsmanagements der L-Bank. Dabei geht es sowohl um den unmittelbaren Nutzen der Förderung als auch um langfristige und übergeordnete Förderziele.

„Was am Ende zählt, ist die nachhaltige und damit gestaltende Wirkung für Baden-Württemberg, die wir mit unserer Förderung erzielen. Dafür müssen wir unsere Fördertätigkeiten messen, zählen, wiegen und letztlich systematisch wirkungsorientiert betrachten. Die Ergebnisse unseres Wirkungsmanagements werden uns helfen, noch besser und effizienter und vor allem zielorientierter zu fördern“, betonte die L-Bank-Vorstandsvorsitzende Edith Weymayr.

Wirkung für Arbeitsplätze und das Klima: 24 Euro für eine Tonne weniger CO2e und 7.280 Euro für einen neuen Arbeitsplatz

Klimaeffekte und Beschäftigungseffekte sind zwei der Indikatoren, die für den Wirkungsbericht 2025 näher betrachtet wurden. Dafür wurden eingesetzte Subventionsmittel der L-Bank und des Landes in Relation zu den angestrebten Programmzielen und deren gesamtgesellschaftlichem Nutzen gesetzt.

So wurden 2025 insgesamt 754 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien gefördert, deren CO2e-Ausstoß im Vergleich zum konventionellen Energiemix um 58.000 Tonnen geringer ist. In CO2e (e=equivalents) sind neben Kohlendioxid auch andere Treibhausgase, wie Methan, Lachgas und fluorierte Treibhausgase erfasst. Bei eingesetzten 1,47 Millionen Euro L-Bank-Mitteln bedeutet das, dass 24 Euro Subvention nötig waren, um eine Tonne CO2e einzusparen; eine lohnende Investition, denn der Preis für eine Tonne CO2e liegt im nationalen Emissionshandel zwischen 55 und 65 Euro.

Für neue 8.100 Arbeitsplätze im baden-württembergischen Mittelstand waren insgesamt 59 Millionen Euro Subvention von Land und L-Bank nötig; pro neu geschaffenem Arbeitsplatz also 7.280 Euro. Ein gutes Geschäft, wenn man beachtet, dass ein Arbeitsplatz ganz grob im Durchschnitt mehr als 100.000 Euro jährlich zur Wertschöpfung Baden-Württembergs beträgt.

Durch die Förderung emissionsarmer oder -freier Busse konnten 10.900 Tonnen CO2e eingespart werden. L-Bank-Unterstützung für Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz von Unternehmen und Kommunen sorgte für insgesamt 437.000 Tonnen weniger CO2e-Ausstoß. Zum Vergleich: Das entspricht den jährlichen CO2e-Emissionen von mehr als 200.000 PKW.

Wirkung für Stadt und Land: L-Bank-Förderung wirkt im Ländlichen Raum ebenso wie in Städten und Gemeinden

70 Prozent Baden-Württembergs gelten als Ländlicher Raum. Wichtig ist deshalb zu wissen, ob und wie Förderung dort auch ankommt: für den Erhalt und die Entwicklung von Handwerksbetrieben, Gastronomie und Einzelhandel oder Arztpraxen. Für den Wirkungsbericht wurden die mit den Förderdarlehen ausgelösten Gesamtinvestitionen im Ländlichen Raum berücksichtigt. Ergebnis: Mit 137 Millionen Euro werden Investitionen von fast 300 Millionen Euro ausgelöst, ein Hebeleffekt von 2,1.

Bei der Förderung von Kommunen ging es dagegen darum, herauszufinden, wie viele Menschen von Darlehen in den Ausbau kommunaler Infrastruktur profitieren. Mehr als 100 Maßnahmen in 89 Kommunen hat die L-Bank im Jahr 2025 gefördert. 1,36 Millionen Menschen profitieren direkt oder indirekt von den geförderten Maßnahmen.

Von der Krankenhausförderung haben 7,22 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der 124 geförderten Einrichtungen einen unmittelbaren Nutzen, das sind 64 Prozent der Bevölkerung Baden-Württembergs.

L‑Bank-Chefin Edith Weymayr sagte: „Mit dem ersten Wirkungsbericht legen wir eine wertvolle Basis, um gemeinsam mit den Landesministerien unsere Förderung immer weiter verbessern zu können. Der Bericht ist eine Einladung zum Feedback und zum Dialog über Förderung. Der L-Bank-Wirkungsbericht und unser Wirkungsmanagement werden zum festen Repertoire unserer Arbeit und unserer transparenten Kommunikation darüber.“

Hintergrund

Der Wirkungsbericht stützt sich vor allem auf Daten und Informationen aus Förderanträgen, die für die Antragsbewilligung relevant sind. Es handelt sich bei den beschriebenen Wirkungen deshalb nicht um eine Evaluation, sondern um Annahmen auf Basis von Primärdaten und ergänzenden statistischen Modellen. Die beschriebenen Wirkungen sind also ex-ante-Prognosen, die mittelfristig durch ex-post-Evaluierungen ergänzt werden sollen.

Die L‑Bank orientiert sich in ihrem Wirkungsmanagement bei Berechnungen an erprobten und anerkannten nationalen und internationalen Methoden, wie sie unter anderem in der Nachhaltigkeitsberichterstattung, beim Wirkungsbericht der KfW und in der Verwaltung eingesetzt werden. Die Methodik des L-Bank-Wirkungsmanagements ist transparent offengelegt.

Der Bericht bildet zunächst nur eine Auswahl an Förderprogrammen und Wirkungsbereichen ab. Die Inhalte sollen aber künftig weiter ausgebaut werden, um einen möglichst breiten Blick auf die Wirkung unserer Fördertätigkeit zu bekommen. Ziel ist es, das gesamte Förderangebot wirkungsorientiert auf die Zielsetzungen ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit auszurichten und Fördereffektivität und Fördereffizienz als wichtige Entscheidungsparameter in der Gestaltung von Förderprogrammen zu etablieren.

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    Eingestellt am 04.05.2026
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