L-Bank-Konjunkturticker 07/2019

Exporterwartungen von Skepsis geprägt

Im abgelaufenen Monat sind zwar die Temperaturen auf Rekordwerte gestiegen – der Abwärtstrend in der L-Bank-ifo-Konjunkturumfrage setzte sich jedoch weiter fort. Bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage gab es im Juli gar den stärksten Rückgang seit Dezember 2008 (von 29 auf 20 Indexpunkte).

Dies konnte auch durch den etwas weniger skeptischen Blick der baden-württembergischen Unternehmen auf die kommenden Monate nicht kompensiert werden. Insgesamt ging der übergeordnete Geschäftsklimaindex von 7 auf 5 Punkte zurück. Angesichts des fortdauernden Abwärtstrends sprechen Konjunkturexperten inzwischen nicht mehr von einer „Konjunkturdelle“, sondern von einer „anhaltenden Schwächephase“.

Insbesondere bei den exportorientierten Betrieben werden die Krisensymptome immer deutlicher. Die Exporterwartungen für die kommenden drei Monate befanden sich im Juli mit -9 Indexpunkten auf dem tiefsten Stand seit genau 10 Jahren. Die Stimmungseintrübung erstreckte sich dabei über alle bedeutenden Branchen. Während der Indexwert in der Chemiebranche jedoch noch im positiven Bereich liegt (Rückgang von 33 auf 19 Indexpunkte), sind bei den Unternehmen aus dem Maschinenbau (von +2 auf -6 Indexpunkte) und dem Automobilsektor (von -23 auf -32 Indexpunkte) die Pessimisten bereits in der Mehrzahl.