Konjunkturticker Verarbeitendes Gewerbe 10/22

Weniger Auftragseingänge

Im Verarbeitenden Gewerbe fiel der Geschäftsklimaindikator im Oktober erneut und sank dabei spürbar tiefer in den negativen Bereich. Zum einen war dies bedingt durch die nochmals deutlich pessimistischeren Geschäftsaussichten. Zum anderen durch das gegenüber September weniger günstige Lageurteil der Unternehmen.

Weiterhin wurde eine rückläufige Nachfrage gemeldet, wenn auch nicht so häufig wie im Vormonat. Die Auftragsbücher der Firmen waren im langfristigen Vergleich noch gut gefüllt (Auftragsreichweite in Produktionsmonaten: 4,7 aktuell; 4,3 zuletzt) – neue Aufträge kamen aber wesentlich seltener herein als im September.

Abermals wurde die Vormonatsproduktion stellenweise hochgefahren. Die Kapazitätsauslastung sank gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozentpunkte auf 84,4 %. Eine Behinderung der Produktionstätigkeit durch einen Mangel an Rohstoffen und Vormaterialien wurde ähnlich häufig gemeldet wie zuletzt (57,8 % aktuell; 58,7 % zuletzt).

Ihre Lagerbestände an Fertigwaren stuften die Teilnehmenden kaum noch als unzureichend ein. Für die nächste Zeit war abermals seltener eine Ausweitung der Fertigung angedacht. Die Exportaussichten verschlechterten sich wieder; nur noch stellenweise rechneten die Befragten hier mit Geschäftszuwächsen.

Die Beschäftigungspläne wurden nach unten korrigiert; erstmals seit April 2021 war per saldo wieder Personalabbau vorgesehen. Der Saldenwert der Preiserwartungen ging gegenüber dem Vormonat zurück, lag aber weiterhin auf historisch hohem Niveau.