L‑Bank-Konjunkturticker 12/2022

Klima klart zum Jahresende auf

Zum Jahresende verbesserte sich das Geschäftsklima Baden-Württemberg spürbar. Zum ersten Mal seit Juni lag der Klimaindikator wieder über null, wenn auch nur knapp. Zurückzuführen war der Anstieg auf den schwindenden Pessimismus beim Blick auf die Perspektiven für das nächste halbe Jahr. Ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen gegenüber November unverändert häufig positiv.

Der aktualisierte Frühindikator für die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (nicht saison- und kalenderbereinigte vierteljährliche Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresquartal) in Südwest deutete – bei einem bis April 2023 reichenden Prognosehorizont – auf ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum hin.

Sektorale Entwicklungstendenzen

Im Verarbeitenden Gewerbe nahmen die pessimistischen Einschätzungen der weiteren Geschäftsentwicklung deutlich ab. In Folge stieg der Klimaindikator nochmals an und notierte wieder über null. Ihre aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen erneut seltener positiv.

Da die Firmen im Bauhauptgewerbe ihre Geschäftslage im Dezember spürbar öfter positiv bewerteten, verbesserte sich das Klima; der Klimaindikator blieb aber negativ. Die Erwartungen waren nochmals häufiger von Pessimismus geprägt als zuvor.

Im Großhandel stieg der Klimaindikator – im negativen Bereich – spürbar an. Die Unternehmen beurteilten ihre Lage wieder öfter als günstig. Der Ausblick blieb zwar weiterhin pessimistisch, aber weniger als in den zurückliegenden fünf Monaten.

Im Einzelhandel nahmen die Negativangaben sowohl zur derzeitigen Geschäftslage als auch zu den Perspektiven ab. Dadurch stieg der Klimaindikator im negativen Bereich ein Stück.

Im Dienstleistungssektor schwand der Pessimismus bei den Geschäftserwartungen deutlich. In Folge klarte das Klima weiter auf. Die momentane Geschäftssituation wurde zum dritten Mal weniger positiv eingeschätzt.