Konjunktur-Interview

Konjunktur im Südwesten: Geopolitische Spannungen verschärfen die Lage

L-Bank-ifo-Geschäftsklimaindex sinkt weiter und die bereits seit längerem anhaltende Phase einer insgesamt schwachen und anfälligen Konjunktur setzt sich fort. Welche Rolle dabei externe Faktoren spielen und wie sich dies auf einzelne Wirtschaftssektoren und die Verbraucher auswirkt, ordnet Edith Weymayr, Vorstandsvorsitzende der L-Bank, im Gespräch ein.

L‑Bank-Vorstandsvorsitzende Edith Weymayr: „Die geopolitischen Spannungen haben die ohnehin schlechte Stimmungslage zusätzlich belastet und sind für die Südwestunternehmen nach drei Rezessionsjahren in Folge ein weiterer Schlag. Der Irankrieg sorgt vor allem für neue Unsicherheiten bei den Energiepreisen und den internationalen Lieferbeziehungen – und diese Faktoren sind für viele baden-württembergische Unternehmen von zentraler Bedeutung. Das spiegelt sich in unserer Konjunkturumfrage vor allem in den deutlich eingetrübten Geschäftserwartungen wider."

Die konjunkturelle Stimmungslage in Baden-Württemberg hat sich im ersten Quartal 2026 weiter eingetrübt. Der L-Bank-ifo-Geschäftsklimaindex ist von -12 Punkten zum Jahreswechsel auf nun -16 Punkte gesunken. Damit setzt sich die bereits seit längerem anhaltende Phase einer insgesamt schwachen und anfälligen Konjunktur fort.