Wohnungsbauförderung gehört zum Kerngeschäft der L‑Bank. Günstige Bau- und Anschaffungskredite sowie -zuschüsse verringern die finanzielle Belastung und unterstützen insbesondere junge Familien dabei, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Einige Beispiele unserer Fördertätigkeit stellen wir in loser Reihenfolge vor. Den Anfang macht ein privates Bauprojekt in Radolfzell.
Wohnungsbauförderung
Gute Förderung für gutes Wohnen – Wohnungsbauunterstützung für junge Familien
Radolfzell, 28.07.2026. Das Haus von Stefanie, Alexander und ihren drei kleinen Kindern liegt ganz am Ende der Straße, unterhalb des Waldrands und umgeben von grünen Wiesen. Feldwege führen vom Haus weg, der Bodensee ist nicht weit. Eine begehrte Wohnlage, besonders für Familien mit Kindern.
Schritt für Schritt vom Traum zum Eigenheim
Alexander ist Therapeut in einem Krankenhaus, Stefanie arbeitet als Krankenschwester im ambulanten Kinder-Intensivpflegedienst. Das Grundstück hat die Familie über die Hausbank mit Eigenkapital gekauft. Begünstigt wurde das durch den sozialen Wohnungsbau der Stadt Radolfzell und die damit verbundenen Vergaberichtlinien für städtische Baugrundstücke. Demnach haben beispielsweise Familien mit Kindern, Menschen mit Ehrenamt oder Personen, die in Radolfzell ihren Arbeitsplatz haben eine größere Chance auf ein Baugrundstück. „Da haben wir echt Glück gehabt. Nach Abwägung der Kriterien haben wir am Ende unseren Wunschbauplatz bekommen“, erinnert sich Alexander.
Seit fast drei Jahren wohnt die Familie jetzt in ihrem Eigenheim in Radolfzell. Möglich gemacht hat das auch ein Wohnungsbaudarlehen der L-Bank: „Die Gesamtfinanzierung war und ist nicht leicht“, sagt Alexander und betont: „Das Z15-Darlehen und die günstigen Konditionen der L-Bank waren die Voraussetzung, dass wir es gewagt haben.“
Kernstück im Landeswohnraumförderprogramm: Das Z15-Darlehen
Das Z15-Darlehen ist das meistgenutzte Darlehen aus dem Landeswohnraumförderprogramm. Es unterstützt primär junge oder einkommensschwächere Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind oder Haushalte, in denen eine schwerbehinderte Person lebt, die spezielle Wohnbedürfnisse hat. Finanziert werden können sowohl Bau und Erwerb als auch der Umbau von selbstgenutzten Wohnimmobilien. Um das Darlehen zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, beispielsweise gibt es Einkommenshöchstgrenzen für eine Förderberechtigung. Das Z15-Darlehen wird von der L-Bank zu stark zinsverbilligten Konditionen vergeben. Z15 bezieht sich dabei auf die in der Regel gewählte Zinsbindungsfrist von 15 Jahren.
Seit Ende 2025 ist das Antragsverfahren für das Z15-Darlehen digitalisiert, also papierlos abzuwickeln. Alle Unterlagen können digital eingereicht werden, es gibt eine Chatfunktion, und es ist während der Antragstellung eine Vorprüfung integriert, die die Angaben auf Plausibilität und Vollständigkeit checkt. Das Verfahren wird damit insgesamt schlanker und effizienter.
L-Bank-Kredite decken 80 Prozent der Kosten
Das Z15-Darlehen sowie ein Ergänzungskredit der L‑Bank decken rund 80 Prozent des gesamten Finanzierungsbedarfs für den Hausbau, so Alexander. Danach „übernimmt“ ein Bausparvertrag. „Bis das alles durch war, hat es gedauert“, sagt Stefanie. „Wir haben unseren Antrag in einer sehr schwierigen Zeit gestellt. Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg. Die Bauzinsen zogen an, alles wurde teurer. Zwischendurch haben wir geglaubt, dass es scheitert“, sagt sie. Zwischen Antragstellung und der Genehmigung stiegen die Zinsen von 2,9 auf 3,5 Prozent. Das kann die Gesamtkalkulation schon ins Wanken bringen. Obwohl in dem Haus auch noch eine Menge Bau-Eigenleistung steckt, die die L-Bank als Eigenkapital anrechnet. Böden und Türen beispielsweise haben die beiden selbst gemacht.
Ein Eigenheim zum Wohlfühlen
Von Anfang an hatten Alexander und Stefanie einen Finanzberater an der Seite, der sie unterstützt und geleitet hat. „Beide berufstätig und kleine Kinder, das wäre alleine nicht gegangen“, sagt Stefanie. „Unser Finanzberater war es auch, der uns die L-Bank empfohlen hat. Er wusste, wann, wie und wohin welche Anlagen und Nachweise zu schicken waren und er konnte die Unterlagen auch gut verpacken, so dass sie nach was aussahen“. Ein ganzer Schuhkarton voll Papier sei es geworden. „Online hätte uns und der L-Bank selbst das Prozedere sehr erleichtert, keine Frage. Aber die Kommunikation hat trotzdem ganz gut geklappt. Und klappt bis heute.“
145 Quadratmeter Wohnfläche und genügend Zimmer für alle hat ihr Haus. Wärmepumpe, nachhaltige Baumaterialien, PV-Anlage und Zisterne sorgen für einen guten ökologischen Standard. Ein Heim zum Wohlfühlen, auch wenn die finanzielle Belastung noch lange bleibt. Bis zur Rente soll alles bezahlt sein. Mal sehen, was dann kommt, sagt Alexander.
Hintergrund:
Jahr für Jahr fließt ein Milliardenbetrag in die Wohneigentums- und Mietwohnraumförderung. In den vergangenen zehn Jahren waren es fast 18 Milliarden Euro.
Der größte Teil der Mittel für neuen Wohnraum kommt in Baden-Württemberg aus dem Fördertopf Wohnungsbau BW, den das Land über seinen Haushalt bereitstellt und der maßgeblich mit Mitteln des Bundes aufgestockt wird. Wohnungsbau BW hilft einkommensschwächeren Haushalten dabei, Wohnraum zu mieten oder Wohneigentum zur eigenen Nutzung zu bilden.
Mit den Programmen Wohnen mit Kind, Wohnen mit Zukunft und Kombi-Darlehen Wohnen bietet die L-Bank jungen Familien weitere attraktive Möglichkeiten, Wohneigentum zu erwerben.
Land und L-Bank finanzieren Mietwohnungen und Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und große Wohngebäude. Sie schaffen Wohnraum für Familien, für Studierende und Auszubildende, für integrative und generationenübergreifende Wohnformen sowie sozialen Wohnraum. Dazu kommt Unterstützung für die nachhaltige, barrierefreie und klimaschonende Modernisierung und Sanierung älterer Häuser und Wohnungen.
Es werden nicht nur Privatpersonen, sondern auch Genossenschaften, Unternehmen und Kommunen mit Darlehen und Zuschüssen gefördert. Diese Förderung dient der Schaffung von Mietwohnungen, viele davon mit vergünstigten Mieten und Belegungsbindung.