Gute Förderung für gutes Wohnen (3)

Neuer Wohnraum für junge Menschen in Ausbildung

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Wohnungsbauförderung gehört zum Kerngeschäft der L‑Bank. Günstige Baukredite und -zuschüsse verringern die finanzielle Belastung und unterstützen insbesondere junge Familien dabei, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Einige Beispiele unserer Fördertätigkeit stellen wir in loser Reihenfolge vor. Im dritten Teil geht es um die Diakonie in Kehl-Kork.

Die Diakonie in Kehl-Kork ist etwas besonderes

Kehl-Kork, 12.08.2026. 1892 wurde im südbadischen Kork die Heil- und Pflegeanstalt für epilepsiekranke Kinder im Großherzogtum Baden gegründet. Heute steht dort eines der wenigen Epilepsiezentren Deutschlands mit ambulanter und stationärer Diagnostik und Therapie, Lehre und Forschung. Dem medizinischen Zentrum angeschlossen sind Wohnangebote, Werkstätten und Schulen für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. 2.000 Mitarbeitende beschäftigt die Diakonie Kork und sie bildet aus. Mit Fördergeldern aus dem Landeswohnraumprogramm bietet die Diakonie auf ihrem Gelände Unterkünfte für einen Teil ihrer Auszubildenden an.

Das Förderprogramm Junges Wohnen schließt eine Lücke

Seit 2024 gibt es im Landeswohnraumförderungsprogramm die Förderlinie Junges Wohnen. Als Teil der sozialen Mietwohnraumförderung deckt sie einen besonderen Bedarf ab, nämlich den Bereich der Auszubildenden. Mit ihrem geringen Ausbildungslohn ist es für sie sehr schwer, auf dem freien Wohnungsmarkt angemessenen Wohnraum zu finden. Das kann die Auszubildenden bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz einschränken und möglicherweise führt es dazu, dass Betriebe nicht die Auszubildenden finden, die ihren Anforderungen am besten entsprechen. Junges Wohnen fördert Investitionen in die Schaffung neuer Wohnheimplätze und in die Modernisierung bestehender Wohnheime. Damit soll Auszubildenden im besten Fall in unmittelbarer Nähe zu ihrem Ausbildungsbetrieb bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.

Die Auszubildenden kommen aus aller Welt

Als das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg vor einigen Jahren den Bedarf für das neue Förderprogramm Junges Wohnen erhob, klopfte es auch bei der Diakonie in Kork an, erzählt Frank Stefan, Vorstand der Diakonie. Die Antwort sei eindeutig gewesen: „Ein klares Ja. Wir haben über 300 Auszubildende für ganz unterschiedliche soziale Berufsbilder im Pflege-, Betreuungs- und Erziehungsbereich. Viele unserer Auszubildenen kommen von weit her, nicht wenige aus Asien oder Südamerika. Die können abends zum Schlafen nicht nach Hause gehen. Also müssen wir ihnen hier ein Angebot machen – bezahlbar und angemessen.“ Eine Einrichtung wie die Diakonie Kork sei schon lange auf internationales Recruiting angewiesen, führt Stefan aus. Der hohe Bedarf an Fach- und Hilfskräften, das in Deutschland nicht sehr gute Image sozialer Arbeit sowie der Wegfall des Zivildienstes machten es unabdingbar, Nachwuchs von weither anzuwerben.

Es entstehen Wohnheimplätze nach modernem Standard

Auf dem Gelände der Diakonie gibt es ein altes Gebäude, das frühere Wohnheim für die Schwesternschülerinnen der Korker Schwestern und später Wohnheim für Menschen mit Behinderungen. „Irgendwann entsprach es nicht mehr den Anforderungen und stand dann leer. Jetzt bauen wir es mit Hilfe der Fördergelder aus dem Programm Junges Wohnen um und schaffen 43 Ein-Zimmer-Appartements für unsere Auszubilden hier vor Ort in unmittelbarer Nähe zu den Ausbildungseinrichtungen“, sagt Stefan.

Das alte Gebäude wird von Grund auf modernisiert. Die Außermauern bleiben erhalten, ebenso die kleine Kapelle, die direkt an das Gebäude grenzt. Alles andere wird erneuert und verändert: Leitungen, Fenster, Isolierung, Heiztechnik. „Wir achten bei allen unseren Projekten auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Selbstverständlich auch bei unserem neuen Wohnheim“, so Stefan.

Die Appartements sind mit allem ausgestattet, was eine kleine Wohnung braucht: Es gibt ein kleines Bad, eine Küchenzeile mit 2-Plattenherd, Kühlschrank und Mikrowelle, ein Bett natürlich und einen Schreibtisch, um zu arbeiten. Flatscreen und digitale Vernetzung inklusive. Etwa 20 Quadratmeter groß ist jedes Appartement, das ist kein Luxus, aber es ist für einen Wohnheimplatz in der Ausbildung ein sehr guter Standard. Dazu kommt ein Gemeinschaftsraum auf jedem Stockwerk und ein Büro für Beratung und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner.

„Es geht immer um die Menschen“

„Es geht uns immer und vor allem um die Menschen“, betont Diakonie-Vorstand Frank Stefan. „Viele lernen die deutsche Sprache erst noch, alle sind weit weg von zu Hause und getrennt von ihrer Familie, sie kommen aus anderen Kulturen. Wir können und wollen sie nicht allein lassen in der neuen und fremden Umgebung. Deshalb gibt es eine Anlaufstelle im Wohnheim, wo sie Unterstützung und Hilfe finden, sei es bei Heimweh oder bei den oft komplizierten Behördengängen.“

Auch die Freizeitgestaltung ist ein Thema: Es gibt Sportanlagen, Grün- und Aufenthaltsflächen und einen Grillplatz auf dem Diakoniegelände.

Drei Jahre, also während der gesamten Ausbildungsdauer, sollen die jungen Frauen und Männer im Wohnheim bleiben. Die Fluktuation soll möglichst geringgehalten werden, im Interesse aller. Denn natürlich ist es auch für den Arbeitgeber ein Vorteil, die Auszubildenden vor Ort zu haben. Das gilt besonders in Pflege- und Betreuungsberufen, in denen rund um die Uhr Personal im Einsatz sein muss.    

Und für die Auszubildenden ist das Wohnheim eine soziale Basis, wo sie Gleichaltrige in derselben Lebenssituation treffen und sich austauschen und vernetzen können. Außerdem ist das Appartement der Diakonie auch mit einem geringen Auszubildenen-Einkommen bezahlbar. „Um die 300 Euro warm kostet die Miete bei uns. Das ist weit unter dem Mietspiegel, aber auch das sehen wir als unsere Verantwortung. Wenn wir die Miete nicht subventionieren, können sich unsere Azubis keine angemessene Wohnung leisten. Das gilt hier und gilt für den freien Wohnungsmarkt erst recht.“

Das noch relativ neue Förderprogramm Junges Wohnen war für die Diakonie Kork und die Auszubildenden in dieser Hinsicht ein Glücksfall. Der enge finanzielle Spielraum der Diakonie wurde damit entscheidend erweitert.

Hintergrund:

Jahr für Jahr fließt ein Milliardenbetrag in die Wohneigentums- und Mietwohnraumförderung. In den vergangenen zehn Jahren waren es fast 18 Milliarden Euro.

Der größte Teil der Mittel für neuen Wohnraum kommt in Baden-Württemberg aus dem Fördertopf Wohnungsbau BW, den das Land über seinen Haushalt bereitstellt und der maßgeblich mit Mitteln des Bundes aufgestockt wird. Wohnungsbau BW hilft einkommensschwächeren Haushalten dabei, Wohnraum zu mieten oder Wohneigentum zur eigenen Nutzung zu bilden.

Mit den Programmen Wohnen mit Kind, Wohnen mit Zukunft und Kombi-Darlehen Wohnen bietet die L-Bank jungen Familien weitere attraktive Möglichkeiten, Wohneigentum zu erwerben.

Land und L-Bank finanzieren Mietwohnungen und Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und große Wohngebäude. Sie schaffen Wohnraum für Familien, für Studierende und Auszubildende, für integrative und generationenübergreifende Wohnformen sowie sozialen Wohnraum. Dazu kommt Unterstützung für die nachhaltige, barrierefreie und klimaschonende Modernisierung und Sanierung älterer Häuser und Wohnungen.

Es werden nicht nur Privatpersonen, sondern auch Genossenschaften, Unternehmen und Kommunen mit Darlehen und Zuschüssen gefördert. Diese Förderung dient der Schaffung von Mietwohnungen, viele davon mit vergünstigten Mieten und Belegungsbindung.

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    Wohnungsbauförderung gehört zum Kerngeschäft der L-Bank. Günstige Baukredite und -zuschüsse verringern die finanzielle Belastung und unterstützen insbesondere junge Familien dabei, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Einige Beispiele unserer Fördertätigkeit stellen wir in loser Reihenfolge vor. Im dritten Teil geht es um die Diakonie in Kehl-Kork.

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    Eingestellt am 12.08.2026
    Gültig ab 12.08.2026
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